Resolution der StudentInnen der KSFH München
Die StudentInnen
der KSFH München, 31.05.1999
Resolution
der
StudentInnen der KSFH München
Beschluß
der Vollversammlung vom 31.05.1999 der Katholischen Stiftungsfachhochschule
München, Abteilung München
Menschen, die unter größter
Gefahr für ihr Leben nach Deutschland flüchten, haben einen Grund dazu. Ebenso
wie Aamir Ageeb aus Angst um sein Leben flüchtete, tun dies auch andere Flüchtlinge.
"DIE
WÜRDE DES MENSCHEN IST UNANTASTBAR !" (Art. 1 GG)
Unser Grundgesetz, die Genfer
Flüchtlingskonvention sowie die UN-Menschenrechtskonvention sichern allen Menschen
ein Recht auf Leben, ein Recht auf körperliche Unversehrtheit, ein Recht auf
Freiheit, sowie Schutz vor Verfolgung und eine menschenwürdige Behandlung durch
staatliche Behörden zu.
Diese Rechte wurden zum
wiederholten Male mißachtet und mit Aamir Ageeb ist wieder ein Mensch ohne Paß
eines europäischen Landes in der Obhut unserer Behörden zu Tode gekommen.
Wir, die StudentInnen der
Katholischen Stiftungsfachhochschule München, sind zutiefst bestürzt über den
Tod von Aamir Ageeb und verurteilen auf das Schärfste diese Abschiebepraxis.
Deshalb fordern wir:
- die lückenlose Aufklärung
des Vorfalls mit einer Dokumentation für die Öffentlichkeit,
- den sofortigen und
endgültigen Stopp aller Abschiebungen aus Deutschland,
- die Neuaufnahme einer
öffentlichen und politischen Diskussion über das Asylverfahrensgesetz.
- Die beteiligten Beamten
des Bundesgrenzschutzes sowie die politisch Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft
gezogen werden und öffentlich Stellung nehmen.
V.i.S.d.P.:
Alexander Thal, StudentInnenvertretung der KSFH München, Preysingstr. 83,
81667 München